Geschichte

Zentrale Ereignisse

Einst lastete in Europa die Leibeigenschaft wie ein Joch auf der bäuerlichen Bevölkerung. Als sich erst der Stadtstaat Zürich dank Zwingli auf dem Weg der Reformation befand, kämpften bei den Reformen von Staat und Kirche Bauern im Züribiet für ihre Rechte – mit Tapferkeit und dem Evangelium.

Als eine der ersten Gemeinden Europas forderte Embrach mit Hörigen des Chorherrenstifts die Abschaffung der Leibeigenschaft; im Beschwerdebrief vom 25. Januar 1524 an den Zürcher Rat argumentierten erstmals Bauern evangelisch. Die Freiheitshoffnung durchdrang die Protestaktionen und Beschwerdebriefe während der Osterzeit 1525: Am 23. April besetzen Bauern des Amts Grüningen das Kloster Rüti und tags darauf die Kommende in Bubikon. Nach dem Verlesen ihrer Forderungen in Anwesenheit einer Ratsdelegation lösten sie am 25. April die Besetzungen auf. Höhepunkt des Bauernaufstandes im Züribiet war die Versammlug der Bauern aus der Landvogtei Kyburg vor dem Kloster Töss am Pfingstmontag, dem 5. Juni.

Der Rat von Zürich setzte daraufhin weitere Reformen um: Nach dem Embracher Stift wandelte er das Kloster Rüti und, noch vor Jahresende, das Kloster Töss in ein Klosteramt um. Mit den Einnahmen der Klosterämter wurde das Kirchen-, Armen- und Schulwesen finanziert. Die Abgabelast drückte die Bauern weiter. Doch die meisten waren frei! Frei von den Einschränkungen für Leibeigene.

Geschichts- und Wegtafeln

Auf dem Fryheitsweg 1525 werden, beginnend in Rüti, in 14 Ortschaften auf Geschichts- und Wegtafeln Ereignisse von Ostern bis Ende 1525, meist mit einem Bezug zur jeweiligen Ortschaft, choronolgisch dargestellt, wobei beim Abstecher zum Blindensteg die Tafel in Dättlikon auf vorösterliche Ereignisse nördlich des Rheins eingeht. In Embrach steht in Sichtweite zur letzten Tafel des Fryheitswegs 1525 zudem die Tafel zum Rundweg um den Blauen mit Ereignissen aus dem Vorjahr.

Auf den Tafeln befindet sich auch ein Wegbeschrieb bis zur nächsten Tafel und ein QR-Code, über den man zur entsprechenden Ortschaft auf dieser Homepage gelangt. Dort ist auf einer Karte der ganze Wegabschnitt bis zur nächsten Tafel abgebildet mit präzisen Angaben zu Wegweisern und Strassennamen. Bei sechs Ortschaften werden weiterführende Erläuterungen sowie, unter einem Schlüsselbegriff, zentrale Ereignisse wiedergegeben: Rüti (Schlüsselereignis), Bubikon (Schlüsselaussagen), Fehraltorf (Schlüsselerkenntnis), Töss (Schlüsselmoment), Lufingen (Schlüsselpersonen) und Embrach (Schlüsseltragende; mit Bezug ins Heute). Wer auf dem Weg unterwegs ist, kann so stets die Orientierung behalten. Auch wer unabhänigig vom Fryheitsweg 1525 Interesse an der bäuerlichen Reformation im Züribiet hat, erhält mit den Ausführungen unter diesen sechs Ortschaften einen guten Überblick über jene Zeit.